Ausschreibung zur Verpachtung einer Minigolfanlage mit 18 Bahnen und Gastronomiebetrieb

14.07.2022

Verpachtung des Bistros und der Minigolfanlage in den Sport- und Freizeitanlagen (Verhandlungsvergabe mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb)

 

Pächter für Minigolf-Anlage mit Bistro gesucht

Die Sport- und Freizeitanlagen Woltersdorf, ein Eigenbetrieb der Gemeinde Woltersdorf, betreiben seit 2008 eine Minigolfanlage mit angeschlossenem Bistro.

Es handelt sich um eine 18-Loch-Turnier-Anlage. Die Minigolfanlage seit vielen Jahren bei Jung und Alt ein beliebter Ort, um dem geselligen und familienfreundlichen Sport nachzugehen und im Anschluss einen Imbiss oder Kaffee und Kuchen im Bistro zu genießen.

Die 2008 eröffnete Anlage ist sehr gepflegt und besticht mit seinen 18 hochklassigen Meisterschafts- Betonbahnen. Schattenspendende Bäume laden in der Saison von April bis Oktober nicht nur Hobbyspieler zum Spielen ein. Die Bahnen werden von mehreren Vereinen gerne für Trainingsspiele und Turniere genutzt. Neben der Minigolfanlage befindet sich eine Boule-Anlage, welche ebenfalls mitverpachtet wird. Diese kann z.B. für Veranstaltungen unter freiem Himmel oder zur Aufstellung eines Partyzelts genutzt werden.

Hierfür suchen wir einen motivierten und engagierten Pächter (w/m/d) mit gastronomischer Kompetenz und – möglichst – Erfahrung, welche(r) Minigolfanlage und Bistro mit neuen Ideen zu einem Ort entwickelt, welcher das die Sport- und Freizeitanlagen nachhaltig belebt und zu einem attraktiven Anziehungspunkt für Woltersdorfer und Besucher macht.

 

1. Pachtgegenstand und Lage

 

Die Minigolfanlage mit angeschlossenem Bistro befindet sich auf dem Gelände der Sport- und Freizeitanlagen Woltersdorf in der Hochlandstraße 11a in 15569 Woltersdorf.

Im Bistro stehen Gastraum mit ca. 85 qm sowie ein Veranstaltungsraum mit ca. 70 qm und zur Verfügung, welcher für Familien- oder Firmenfeiern, Weihnachtsfeiern, Kindergeburtstage oder Tagungen vermietet werden kann.

Verpachtet werden die folgenden Räumlichkeiten und Flächen:

a)            18-Loch-Turnier-Minigolfanlage:

o             eingezäunter Bereich; ca. 2.400 qm

b)           Bistro, bestehend aus:

o             Gastraum 1        (88,6 m2)

o             Gastraum 2        (69,2 m2)

o             Minigolfshop     (13,9 m2)

o             Küche                   (15,5 m2)

o             Hausanschlussraum       (6,5 m2)

o             WC Bereich Damen        12,5 m2)

o             WC Bereich Herren        11,3 m2)

o             WC Bereich Personal     (7,9 m2)

o             Terrasse              (68,2 m2)

c)            Freifläche/Boule-Anlage             (ca. 580 m2)

d)           Lagerraum in der Sporthalle       (ca. 20 m2)

sowie das vorhandene Inventar.

Die Führung des Betriebes erfolgt in eigenem Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes wirtschaftliches Risiko.

2. Wesentliche Nutzungsbedingungen und Mindestanforderungen

Der Bieter muss über die notwendige Eignung (à Formular 4.1 Eigenerklärung Ausschlussgründe), eine Gewerbeerlaubnis und die erforderliche Zuverlässigkeit zum Betrieb eines Gaststättengewerbes verfügen. Die Unterlagen gemäß § 3 Abs. 1 BbgGastG sind auf Verlangen des Auftraggebers vor der Entscheidung über den Zuschlag vorzulegen.

Der Pächter muss die nötige Bonität aufweisen, über sein Vermögen darf insbesondere kein Insolvenzverfahren eröffnet worden sein.

Es wird nur an eine natürliche oder gewerblich tätige Person verpachtet. Die Pachtdauer ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Der Pächter hat aber die Möglichkeit, das Pachtverhältnis vorzeitig einseitig zu beenden oder zu verlängern („Opt-out“ und „Opt-in“).

Die Einzelheiten der Nutzung wie auch die Höhe der Pacht werden in einem gesonderten Pachtvertrag geregelt und sind Verhandlungssache.

Der primäre und durch die Baugenehmigung/ Betriebserlaubnis festgelegte Nutzungszweck der Anlage (Betreibung des Minigolfspiels, gastronomische Versorgung der Sportler und Besucher) darf nicht verändert werden. Alle angebotenen Leistungen müssen grundsätzlich für die gesamte Bevölkerung zugänglich sein (keine exklusive Nutzung für Vereinsmitglieder o.ä.).

Dem künftigen Pächter wird die Möglichkeit eingeräumt, den Gastraum nach seinen Vorstellungen und Zwecken zu gestalten. Eine Außenbewirtschaftung im Bereich der Pachtfläche ist möglich.
Die Einzelheiten, sowie die Aufteilung der Instandhaltungs- und setzungspflichten werden durch den Pachtvertrag geregelt.

Dem Pächter wird Vertragsautonomie mit Lieferanten und Dienstleistern zugesichert. Auf Wunsch können ggf. bestehende Lieferverträge übernommen werden.

Genehmigungen und Erlaubnisse in Bezug auf das ausgeübte Gewerbe sind vom Pächter selbst auf eigene Kosten einzuholen.

3. Öffnungszeiten

Die Minigolfanlage beginnt am 1. April und endet am 31. Oktober. In diesem Zeitraum sind das Bistro und, soweit es die Witterung zulässt, die Minigolfanlage grundsätzlich – möglichst täglich – für den allgemeinen Besucherverkehr zu öffnen.

Aktuell hat die Minigolfanlage an Wochentagen ab 14.00 Uhr, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie in den Ferien ab 11. Uhr bis ca. 20 Uhr bzw. Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Die Öffnungszeiten können wetterabhängig angepasst werden.

Das Bistro darf gemäß der Betriebserlaubnis bis maximal 22 Uhr geöffnet sein.

Wegen der Einzelheiten wird auf den Entwurf eines möglichen Pachtvertrages Bezug genommen, welcher Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen ist und welcher den Bietern zur Verfügung gestellt wird.

4. Zuschlagskriterien

Wesentliches Zuschlagskriterium ist das eingereichte Nutzungskonzept mit Finanzierungs- bzw. Businessplan. Die geplante Nutzung darf der festgesetzten Nutzungsart („sportlichen Zwecken dienende Gebäude“) und dem am Gemeinwohlbezug orientierten primären Nutzungszweck der Anlage („Minigolfsport“, „Versorgung der Sportler und Besucher“ einschließlich Wettkämpfe und Sportfeste) nicht widersprechen.

Bei der Auswahl werden außerdem die Erfahrung des Bewerbers und entsprechende Referenzen sowie das Angebot für Besucher berücksichtigt, z.B.:

  • Zu welchem Preis wird das Minigolfspielen angeboten? (ggf. Staffelung nach Gruppengröße, Sonderkonditionen, Rabatte)
  • Welche Verkaufswaren werden am Kiosk angeboten?
  • In welchem Preissegment werden Getränke und Lebensmittel im Bistro angeboten?
  • Sind die veranschlagten Preise sozialverträglich?

 

5. Ausschreibungsverfahren

Das Auswahlverfahren erfolgt im Wege der so genannten Verhandlungsvergabe mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Dabei fordert der Auftraggeber eine unbeschränkte Anzahl von Bietern im Rahmen eines Teilnahmewettbewerbs öffentlich zur Abgabe von Teilnahmeanträgen auf.

Auftraggeber ist die Gemeinde Woltersdorf

Jeder interessierte Bieter (w/m/d), welcher die persönlichen Voraussetzungen erfüllt, kann einen Teilnahmeantrag abgeben. Mit dem Teilnahmeantrag übermittelt der Bieter die vom Auftraggeber geforderten Informationen für die Prüfung seiner Eignung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen.

Nach Sichtung und Prüfung der eingegangenen Teilnahmeanträge wählt der Auftraggeber alle geeigneten, nicht ausgeschlossenen Bewerber oder eine begrenzte Anzahl an geeigneten, nicht ausgeschlossenen Bewerbern aus, die er auffordert, ein Angebot einzureichen oder an Verhandlungen teilzunehmen (Verhandlungsvergabe mit Teilnahmewettbewerb).

Es darf über den gesamten Angebotsinhalt verhandelt werden mit Ausnahme der in der Angebotsaufforderung festgelegten Mindestanforderungen und Zuschlagskriterien. Der Auftraggeber behält sich vor, den Zuschlag, auch ohne zuvor verhandelt zu haben, unter Beachtung der Grundsätze nach § 2 Absatz 1 und 2 der Unterschwellenvergabeordnung auf ein Angebot erteilen, wenn die Bindefrist für den Bieter noch nicht abgelaufen ist.

Der Auftraggeber stellt sicher, dass alle Bieter bei den Verhandlungen gleich behandelt werden. Insbesondere enthält er sich jeder diskriminierenden Weitergabe von Informationen, durch die bestimmte Bieter gegenüber anderen begünstigt werden könnten. Er unterrichtet alle Bieter über etwaige Änderungen der Leistungsbeschreibung, insbesondere der technischen Anforderungen oder anderer Bestandteile der Vergabeunterlagen. Der Auftraggeber darf vertrauliche Informationen eines an den Verhandlungen teilnehmenden Bieters nicht ohne dessen Zustimmung an die anderen Bieter, mit denen verhandelt wird, weitergeben. Eine solche Zustimmung darf nicht allgemein, sondern nur in Bezug auf die beabsichtigte Mitteilung bestimmter Informationen erteilt werden.

Beabsichtigt der Auftraggeber, nach geführten Verhandlungen diese abzuschließen, so unterrichtet er die Bieter und legt eine einheitliche Frist für die Einreichung der endgültigen Angebote, über die nicht mehr verhandelt werden darf, fest.

 

6. Zusammenstellung der vom Unternehmen im Teilnahmewettbewerb einzureichenden Unterlagen, Erklärungen und Nachweise

Vom Bewerber sind vorzulegen:

Teilnahmeantrag (Formular 2.3)

Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (Formular 4.1)

bei Eignungsleihe (§ 34 UVgO)

  • Erklärung Unteraufträge/Eignungsleihe (Formular 4.3)
  • Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (Formular 4.4)

 

Eignungskriterien (§ 33 UVgO)

 

zur Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

    Nachweis der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister oder Nachweis auf andere Weise über die erlaubte Berufsausübung:

Gewerbeanmeldung gem. § 2 BbgGastG

zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit

    Erklärung über den Gesamtumsatz einschließlich des Umsatzes in dem Tätigkeitsbereich des Auftrags

in  den letzten 3 Jahren (nur, falls zutreffend)

 

    Nachweis einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung in folgender Höhe:

spätestens mit Beginn des Pachtverhältnisses

 

zur technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit

    Liste der wesentlichen in den letzten 3 Jahren erbrachten Leistungen mit Angabe des Wertes, des Zeitraums der Leistungserbringung und des Auftraggebers (nur, falls zutreffend; entfällt bei Erstaufnahme des Gewerbes)

    Angabe der technischen Fachkräfte oder der technischen Stellen, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen

    Angabe, welche Teile des Auftrags das Unternehmen unter Umständen als Unteraufträge zu vergeben beabsichtigt

    Studien- und Ausbildungsnachweise sowie Bescheinigungen über die Erlaubnis zur Berufsausübung für die Inhaberin, für den Inhaber oder die Führungskräfte des Unternehmens

Gewerbeanmeldung (§ 2 BbgGastG)

Zusätzlich zu den o.g. Bewerbungsunterlagen, erbitten wir folgende Angaben:

  • Motivationsschreiben
  • Vorstellung des Bieters/ der Bieter (persönliche Daten mit Lebenslauf)
  • ggf. Referenzen

Bei Bewerbergemeinschaften sind alle jeweiligen Mitglieder sowie eines ihrer Mitglieder als bevollmächtigter Vertreter zu benennen (s.a. Formular 4.2). Sie müssen insgesamt die Eignungskriterien erfüllen.

Wenn Sie beabsichtigen, in Bezug auf die erforderliche wirtschaftliche und finanzielle oder technische und berufliche Leistungsfähigkeit die Kapazitäten eines anderen Unternehmens (Eignungsleihe nach § 34 UVgO) in Anspruch zu nehmen, sind die auszufüllenden Formulare 4.3 und 4.4 dem Teilnahmeantrag beizufügen.

Ihre Bewerbung können Sie

elektronisch

in Textform per E-Mail an:

oder

schriftlich bei der

Gemeinde Woltersdorf

Der Bürgermeister

Rudolf-Breitscheid-Straße 23

15569 Woltersdorf

einreichen.

Ende der Frist für Bewerberanfragen:

14.08.2022

Ende der Teilnahmefrist:

15.08.2022 (12.00 Uhr)